Ein Chatbot ist ein LLM, das in eine Oberfläche verpackt ist – du tippst, es antwortet. Praktisch für den Einstieg, aber allein arbeitet jede:r im Team in der eigenen Datenwelt. Für Agenturen ist der Chatbot deshalb der erste Schritt, nicht das Ziel.
Was ist ein Chatbot?
Ein Chatbot nimmt ein Sprachmodell und macht es über eine Oberfläche bedienbar. Tools wie ChatGPT, Claude oder Gemini sind im Kern genau das: ein LLM plus Chatfenster. Dazu kommen meist zwei Zutaten:
- System-Prompt: eine feste Rolle und Anleitung im Hintergrund, die dem Modell sagt, wie es sich verhalten soll.
- Memory: die Fähigkeit, sich Dinge über dich zu merken – über einzelne Nachrichten hinaus.
Auch Custom GPTs und Projekte gehören hierher: Chatbots mit vordefiniertem Wissen für einen bestimmten Zweck. All das – Assistenten, Chatbots, GPTs – ist im Grunde die AI-Generation vor 2025.
Der Haken: Ein Chatbot kann reden, aber nicht handeln. Er kann keine Aufgabe in eurem Projekt anlegen, keine E-Mail verschicken, nichts in anderen Tools erledigen. Er weiß außerdem nur das, was ihr ihm im Gespräch gebt – mehr dazu unter Kontext.
Warum das für Agenturen zählt
Hier steht heute die große Mehrheit der Agenturen: Alle nutzen AI, aber jede:r für sich. Das erzeugt drei Probleme.
- Kein gemeinsamer Kontext. Jede Person promptet in ihrer eigenen Datenwelt. Was die eine dem Chatbot beigebracht hat, weiß der Rest des Teams nicht.
- Inkonsistente Ergebnisse. Gleiche Aufgabe, zehn verschiedene Prompts, zehn verschiedene Qualitäten. Für eine Agentur, die auf konsistente Kundenergebnisse angewiesen ist, ein echtes Thema.
- Datenschutz-Lücken. Vertrauliche Kundeninfos landen schnell in Tools, die niemand freigegeben hat.
Chatbots sind nützlich – für schnelle Textentwürfe, Recherche oder ein Brainstorming. Aber sie skalieren nicht auf Team-Ebene. Genau deshalb ist der nächste Schritt so wichtig.
Beispiel aus dem Agenturalltag
Ein Junior wirft eine Kundenmail in ChatGPT, um sie freundlicher zu formulieren. Klappt gut – für ihn. Seine Kollegin macht es zwei Stunden später anders, mit anderem Prompt, anderem Ergebnis. Beim Kunden kommen zwei unterschiedliche Tonalitäten an. Der Chatbot hat beiden geholfen, aber niemand hat vom anderen gelernt.
Zusammenhang mit anderen Begriffen
Ein Chatbot ist ein LLM mit Oberfläche. Gibt man ihm Werkzeuge und die Fähigkeit, selbstständig zu handeln, wird daraus ein Agent – der Sprung von „reden" zu „arbeiten". Warum dieser Schritt für Agenturen den Unterschied macht, liest du im Artikel „Vom LLM zum Agenten".
In awork lebt AI nicht in isolierten Chatfenstern, sondern dort, wo euer Team ohnehin arbeitet – auf einem gemeinsamen Kontext aus Projekten, Kunden und dokumentiertem Agenturwissen. So werden aus vielen Einzel-Prompts konsistente Ergebnisse für die ganze Agentur.









