MCP steht für Model Context Protocol – ein offener Standard, der AI-Agenten per „Plug-in" mit externen Tools und Datenquellen verbindet. Man kann es sich vorstellen wie USB-C für AI: eine gemeinsame Schnittstelle, an die sich viele Systeme andocken lassen.
Was ist MCP?
Damit ein Agent handeln kann, braucht er Werkzeuge – Zugriff auf ein CRM, ein ERP, euren Kalender oder Slack. Früher musste jede dieser Verbindungen einzeln und aufwendig programmiert werden. MCP löst genau das: Es ist ein einheitlicher Standard, über den sich Tools und Datenquellen an einen Agenten oder Assistenten anschließen lassen.
Die Analogie zu USB-C passt gut: Vor USB-C hatte jedes Gerät seinen eigenen Stecker. Heute reicht ein Standard für viele Geräte. MCP macht dasselbe für AI – ein Protokoll, viele Anbindungen.
Technisch verbindet MCP eine API (also die Schnittstelle eines Tools) mit dem Agenten. Der Agent kann dann über MCP Daten lesen oder Aktionen auslösen, ohne dass für jedes Tool eine Extra-Integration gebaut werden muss.
Warum das für Agenturen zählt
Agenturen arbeiten selten mit nur einem Tool. Da sind das CRM, die Agentursoftware, das PM-Tool, der Chat, dazu die Spezial-Tools einzelner Gewerke. Ein Agent, der wirklich Arbeit abnimmt, muss in diesem Tool-Stack andocken können – sonst bleibt er ein besserer Chatbot.
MCP ist der Weg dorthin. Statt für jede Verbindung ein eigenes Projekt aufzusetzen, nutzt der Agent den Standard und erreicht die Systeme, die eure Agentur ohnehin einsetzt. Das ist besonders in Phase 4 eines AI-Rollouts entscheidend – wenn Agenten nicht mehr nur im eigenen Tool arbeiten, sondern über mehrere Systeme hinweg.
Beispiel aus dem Agenturalltag
Euer Reporting-Agent soll jeden Freitag den Projektbericht bauen. Dafür muss er die erfassten Zeiten aus dem PM-Tool lesen, den Budgetstand abgleichen und das Ergebnis in Slack posten. Über MCP dockt er an diese Systeme an – ohne dass ihr für jede Quelle eine Sonderlösung entwickeln müsst. Ihr sagt ihm, was er tun soll; MCP liefert die Anschlüsse.
Zusammenhang mit anderen Begriffen
MCP ist eine der Fähigkeiten, die aus einem LLM einen handlungsfähigen Agent machen. Während MCP die Anbindung an Tools regelt, sorgen Skills dafür, dass der Agent seine Aufgaben konsistent erledigt. Wie beide zusammen mit LLM, Kontext und Freigaben ein Gesamtsystem ergeben, zeigt der Artikel „Vom LLM zum Agenten".
awork ist MCP- und API-fähig: Ihr könnt eure gängigen Agenturtools anbinden und Agenten über Systeme hinweg arbeiten lassen – auf einem gemeinsamen Kontext und mit klaren Rechten, statt mit einem Flickenteppich aus Einzel-Integrationen.









