AI-Rollout
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July 2026

Was heißt AI-Rollout? Die 6 Phasen

Was heißt AI-Rollout? Die 6 Phasen
Inhalt



Oft liest man “AI wird den Arbeitsmarkt komplett verändern”. Das ist so nicht richtig. Warum?

AI hat den Arbeitsmarkt bereits vollständig verändert.

Einige Branchen können sich vielleicht noch etwas zurücklehnen und den AI Rollout noch gemütlich angehen. Andere Industrien, allen voran Agenturen, müssen AI jetzt (!) sinnvoll ausrollen, um langfristig relevant zu bleiben.

Damit das gelingt, beschäftigen wir uns in diesem Artikel mit diesen Fragen:

  • Was ist eigentlich ein AI-Rollout?
  • Was ist das Ziel?
  • Wie mache ich das?

Was ist ein "AI-Rollout?"

Falls euch dir der Begriff “Rollout” so gar nichts sagt, hier eine kurze (metaphorische) Erläuterung: Von einem Rollout spricht man vor allem im Software-Bereich, wenn z.B. eine neue Funktion flächendeckend für das ganze Produkt verfügbar gemacht wird.

Metaphorisch: das Stadion deines Lieblingsfußballvereins bekommt ‘n neuen (Roll-)Rasen verlegt. Der Rasen wird Bahn für Bahn über die gesamte Fläche ausgerollt und lückenlos aneinander gereiht. Umso besser der Rasen verlegt ist, desto besser können Alle gemeinsam drauf spielen.

Was heißt das jetzt für deine Agentur und den AI-Rollout?

AI ist nicht einfach ein Feature, was schnell mal eben ausgerollt werden kann. Ein AI-Rollout ist vielschichtig und beinhaltet unterschiedliche Phasen. An diesen Phasen haben wir in den letzten Monaten gearbeitet in Kundeninterviews, Workshops und eigener Datenerhebung mit hunderten Agenturen. Das Ergebnis ist ein Sechs-Phasen-Modell, mit dem sich der KI-Rollout einordnen lässt.

Erfolgreiche Agenturen rollen AI in 6 Phasen aus
1
Generische AI-Nutzung
Einzelne verbessern ihre Skills
Texte schreiben
Recherchieren
Daten auswerten
2
Hier stehen die meisten
Mündliche Best-Practices
Mehrere AI-Tools im Einsatz
Tool-Empfehlungen
Use-Cases teilen
Viel experimentieren
3
Agentur-Wissen
AI arbeitet mit zentralem Kontext
Agenturkontext
Kundenkontext
Brand- und Projektkontext
4
Agentur-Tools
AI handelt in euren Systemen
CRM auslesen
Angebot kalkulieren
Projekt planen
5
Spezialisierte Agenten
Eigene Agenten, im Team geteilt
Research-Agent
Brand-Safety-Agent
Kalkulations-Agent
6
Die agentische Agentur
User orchestrieren, Agenten liefern
Agenten arbeiten zusammen
Komplexe Workflows
User entscheiden
Das Ziel: Mitarbeitende erfinden AI nicht ständig neu. Die Agentur stellt Wissensstruktur, Tools und Agenten bereit.

Viele Agenturen ordnen sich in der zweiten Phase ein:

Es wird bereits mit KI-Tools, wie z.B. ChatGPT, Gemini oder Claude gearbeitet und einzelne Agentur-Use-Cases werden auch schon präsentiert. Es gilt so ein bisschen das Motto: jeder für sich, so gut wie man eben kann. Der nächste Schritt, in diesem Fall Phase 3, ist meistens nicht klar oder ersichtlich.

Um zu verstehen was der nächste Schritt sein könnte, unabhängig von der Phase in der man sich befindet, sollte man sich die Frage stellen: Welche Hürden gibt es? Was hält unsere Agentur zurück?

Schwieriger AI-Rollout: Das sind die Hürden

Die technischen Hürden sind vergleichsmäßig schnell gelöst. Eine Übersicht der notwendigen Tools und Workflows findet ihr unten.

Wichtig sind vor allem die kulturellen Hürden. Die sind nicht so einfach lösen, wie Hürden technischer Natur. Hier ist es vor allem wichtig Teams, die noch Unsicherheiten im Umgang mit AI haben, so abzuholen, dass diese KI-Tools nicht mehr als Blocker sehen, sondern als Enabler für bessere Arbeitsprozesse im Alltag.

Wissensaustausch, Learning-Sessions und transparente Kommunikation mit dem Team können diese Hürden langsam verschwinden lassen. So macht ihr den Weg frei für euren AI-Rollout.

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Was ist das Ziel? Die agentische Agentur

Ihr wisst jetzt ungefähr wo ihr steht und ihr kennt die Hürden. Das Ziel ist es eine agentische Agentur zu werden. Aber wie beim Rollrasen im Stadion auch: ihr könnt nicht einfach einen riesigen Rasenteppich über alles legen und erwarten, dass alles perfekt liegt. Wir gehen diesen Weg Bahn für Bahn. 😉

Die agentische Agentur: Aus einzelnen Mitarbeitenden, die AI ständig neu erfinden, wird eine Agentur, die AI gemeinsam nutzt. Mit geteiltem Kontext, passenden Tools und spezialisierten Agents. Das Ziel: Alle können sich sich produktiver um die eigentliche Wertschöpfung kümmern.

Phase 1: Generische AI-Nutzung

Status: Einzelne User nutzen ein allgemeines AI-Chat-Tool für alltägliche Aufgaben – Texte schreiben, recherchieren, analysieren, Daten auswerten, brainstormen, Code schreiben. Jede:r für sich, auf eigene Faust. Der Nutzen ist sofort da, aber nichts davon ist geteilt oder wiederholbar.

So kommt ihr in Phase 2: Sobald Menschen anfangen, ihre besten Prompts, Tool-Tipps und Ergebnisse miteinander zu teilen, statt sie für sich zu behalten. Dafür braucht es einen Ort, an dem sich Ergebnisse vergleichen und teilen lassen.

Phase 2: Mündliche Best-Practices

Status: Das Team spricht über AI – mündliche Tool-Empfehlungen, inspirierende Use-Cases, viel Experimentieren, lockeres Teilen von Erfahrungen. Ein echter Fortschritt, aber das Wissen lebt in den Köpfen und Chat-Threads statt in einer Struktur.

👉 Hier stehen die meisten Agenturen.

So kommt ihr in Phase 3: Wenn ihr das verstreute Wissen zentral bündelt – Agentur-, Kunden-, Brand- und Projektkontext an einem Ort, auf den die AI zugreifen kann. Aus geteiltem Flurfunk wird dann eine gemeinsame Wissensstruktur.

Phase 3: Agentur-Wissen

Status: Mehrere AI-Tools arbeiten mit dem zentralen Wissen eurer Agentur. Der Kontext liegt geteilt vor:

  • Agenturkontext: Prozesse & Guides
  • Kundenkontext: Rates, Personen
  • Brandkontext: Design, Tone of Voice
  • Projektkontext: Briefing, Timing

Ergebnisse werden dadurch relevant statt generisch.

So kommt ihr in Phase 4: Wenn die AI diesen Kontext nicht nur kennt, sondern damit in euren Tools handelt – über MCP und Schnittstellen an eure (Branchen-)Software angebunden.

Phase 4: Agentur-Tools

Status: Assistenten führen jetzt Aktionen in euren Systemen aus. Die AI redet nicht mehr nur, sie handelt.

Zum Beispiel:

  • das CRM auslesen
  • ein Angebot im ERP kalkulieren
  • ein Projekt im PM erstellen & planen
  • Aufgaben anlegen
  • das Team über Slack informieren

So kommt ihr in Phase 5: Wenn aus einzelnen Aktionen wiederverwendbare Agenten werden – Wissen, Tools und Prozess gebündelt, in der Agentur entwickelt und teamweit geteilt. Dafür braucht es modellunabhängige AI-Infrastruktur, klare Zugriffsrechte und Kontextbewusstsein.

Phase 5: Spezialisierte Agenten

Status: Die Agentur baut eigene Agenten für konkrete Aufgaben und teilt sie im Team. Jeder Agent bündelt Kontext, Tools und Prozesse:

  • Research-Agent
  • Brand-Safety-Agent
  • Briefing-Agent
  • Kalkulations-Agent

So kommt ihr in Phase 6: Wenn diese Agenten nicht mehr einzeln arbeiten, sondern zusammenspielen – in komplexen Workflows über mehrere Gewerke hinweg, orchestriert vom Team.

Phase 6: Die agentische Agentur

Status: Menschen orchestrieren, Agenten führen aus. Mehrere Agenten arbeiten zusammen an komplexen Workflows über Gewerke hinweg. User treffen die Entscheidungen, Agenten handeln entsprechend und das Team kann Workflows eigenständig erstellen und ausführen.

Dahinter steht ein einfaches Prinzip: Mitarbeitende erfinden AI nicht ständig neu. Die Agentur stellt Wissensstruktur (= Kontext), Tools und Agenten bereit – damit sich alle produktiver um die eigentliche Wertschöpfung kümmern können.

Die notwendigen Tools pro Phase

Alle Tools, die diese 6 Phasen brauchen, sind Teil von awork. So entsteht eure AI-Readiness mit einer Plattform statt mit einem Flickenteppich aus Einzeltools.

Jede der 6 Phasen braucht
Tools und Strukturen
1
Generische AI-Nutzung
Ein allgemeines KI-Chat-Tool für alltägliche Anfragen
2
Hier stehen die meisten
Mündliche Best-Practices
Eine Plattform, um Ergebnisse zu vergleichen und zu teilen
3
Agentur-Wissen
Zentralisierte Datenstruktur für einheitlichen KI-Kontext
4
Agentur-Tools
Über MCP und Schnittstellen integrierte (Branchen-) Software
5
Spezialisierte Agenten
Modell-unabhängige KI-Infrastruktur
Teamweit geteilte Agenten
Klare Zugriffsrechte
Kontextbewusstsein
6
Die agentische Agentur
Workflows über mehrere Gewerke und Agenten
Team in der Lage Workflows eigenständig zu erstellen und zu warten
Alle für die 6 Phasen notwendigen Tools sind ein Teil von awork

Fazit

Als agentische Agentur könnt ihr euch auf vereinfachte Prozesse, schnellere Workflows und Fokus auf kreative und strategische Wertschöpfung freuen. Auf dem Weg dorthin werdet ihr immer wieder neue Dinge entdecken und euch so von Phase zu Phase schwingen.  Manche Phasen werden leichter fallen, andere sind vielleicht etwas aufwendiger.

Jede Phase braucht also ihre eigenen Tools und Strukturen – vom AI-Chat bis zur Workflow-Orchestrierung.

Alle Tools, die diese 6 Phasen brauchen, sind Teil von awork. So entsteht eure AI-Readiness mit einer Plattform statt mit einem Flickenteppich aus Einzeltools.

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